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Warzenarten

Es gibt eine Vielzahl von Warzenarten, wobei gewöhnliche Warzen und Dorn- oder Fußwarzen mit Abstand am häufigsten auftreten. Warzen lassen sich meist an ihrem typischen Aussehen erkennen:

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Gewöhnliche bzw. vulgäre Warzen (Verrucae vulgares)

werden auch als Stachelwarzen bezeichnet. Sie sind die am weitesten verbreitete Warzenart. Sie befinden sich häufig an Händen, Füßen oder im Gesicht. Ihre Oberfläche ist blumenkohlähnlich. Sie können weiß, grau oder braun sein und treten zuerst in Form von harten, stecknadel- kopfgroßen und sich vorwölbenden Knötchen auf. Diese sind in der Regel maximal so groß wie eine Erbse. Im späteren Verlauf verhornen die vulgären Warzen und können Tochterwarzen bilden. Diese befinden sich rund um die erste vulgäre Warze und sind am Anfang sehr klein.

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Dorn- oder Fußwarzen (Verrucae plantares)

werden auch Plantarwarzen genannt und bilden sich an den Zehenunter- seiten und den druckbelasteten Regionen der Fußsohlen aus, wachsen dort erheblich in die Tiefe und sind oft von einer Hornschwiele bedeckt. In der Tiefe kann sich der Warzendurchmesser vergrößern  und das Doppelte des Ausmaßes an der Hautoberfläche erreichen. Sehr tief sitzende Dornwarzen können zu Geh- oder gar Arbeitsunfähigkeit führen, denn sie werden beim Gehen wie ein Pflanzendorn in die Fußsohle gedrückt.

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Dellwarzen (Mollusca contagiosa)

werden auch als Schwimmbadwarzen bezeichnet. Sie sind streng genommen keine Warzen, obwohl sie ihnen ähneln. Auslöser ist das Molluscipoxvirus. Häufig treten sie bei Kindern auf. Typisch für diese Warzenart sind glatte Knötchen auf der Hautoberfläche, die maximal erbsengroß werden. Ihre Oberfläche glänzt meist dunkelrosa und hat in der Mitte eine kleine Vertiefung. Die Knötchen sind kugelförmig, weiß und transparent und haben eine glatte Oberfläche. Sie befinden sich meist an Bauch, Rücken, Armen und Beinen und sind mit einer dickflüssigen, weißen und ansteckenden Flüssigkeit gefüllt. Wer einmal Dellwarzen hatte, ist meist ein Leben lang gegen die Warzen resistent.

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Flache oder juvenile Warzen (Verrucae planae)

sind zumeist glatt und klein und treten vorwiegend bei Kindern und in größerer Anzahl (bis zu 100 Stück) auf. Wie der Name schon sagt, sind sie meistens flache bzw. runde Knötchen mit einem Durchmesser von einem bis fünf Millimetern. Das Knötchen selbst ist weich und hautfarben bis gelbgrau. In seltenen Fällen sind juvenile Warzen braun. Die Warzen treten hauptsächlich im Gesicht auf. Manchmal sind auch andere Körperregionen wie die Schienbeine, die Unterarme, die Stirn oder die Handrücken betroffen. Flache Warzen sind aufgrund ihres Aussehens schwer zu diagnostizieren und werden häufig mit Akne verwechselt.

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Pinselwarzen (Verrucae filiformis)

sind fadenförmige Wucherungen an Hals, Lippen, Augen und vor allem Augenlidern. Die Warzengebilde sind sehr klein und bilden mehrere, nicht einmal Millimeter dicke Fingerchen aus. Die Färbung der Pinselwarze reicht von weiß bis dunkelrosa.

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Feucht- oder Genitalwarzen (Kondyloma acuminata)

befällt vor allem die Schleimhäute im Genital- oder Analbereich von Erwachsenen. Da sie nur wenige Millimeter groß sind, ist diese Warzenart nur schwer zu erkennen: Sie sehen aus wie kleine weiße oder fleischfarbene Fäden. Ihre Oberfläche ist leicht abstehend und gelegentlich blumenkohlähnlich.

Sollten die Hautveränderungen auch anhand der Bilder nicht eindeutig zu identifizieren sein, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Er wird eine Warze erkennen und feststellen, um welche Warzenart es sich handelt.